
oder auch Mickey unter Wasser - aber der Reihe nach. Noch vor 8 Uhr fährt uns Martin zu Enterprise, wo wir uns einen roten, koreanischen Flitzer für die nächsten 14 Tage ausleihen. Leider klappt die Option mit Navi nicht - dabei hat die Option laut Recherche im Internet lediglich einen Dollar Aufpreis bedeutet. Egal, wir lassen uns vom freundlichen Autovermieter den Weg erklären und fahren nach Karte. Klappt gar nicht so schlecht, obwohl das tatsächlich etwas ungewohnt ist.
Noch vor Parköffnung sind wir bereits am Parkplatz und werden bis zur Haltelinie eingewunken. Von da aus geht es zunächst mit der Bimmelbahn zur Monorail-Station und danach mit dem Monorail bis vor den "Magic-Kingdom" Park (das ist der mit den ganzen Disney-Figuren). Nachdem wir uns mittels Fingerabdruck identifiziert haben (wichtig, nicht vergessen mit welchem Finger man das macht), können wir in den Park. Die Hauptstraße ist wirklich süß - typisch Disney, und am Ende steht auch das bekannte Märchenschloss. In der Hoffnung, dass so früh die Wartezeiten für die einzelnen Attraktionen noch kurz sind, machen wir uns auf den Weg ins "Adventureland", wo wir uns zunächst die "Piraten der Karibik" anschauen. Schöne Show, echt nette Tricks. Von da aus geht es zu den "Haunted Manson" (bei uns nicht so bekannt), aber eine lustig, schaurige Fahrt.

Das Wetter ist nicht optimal, es ist eher bewölkt - aber immerhin ist es warm. Und das ist gut so, denn basierend auf der Erfahrung von gestern haben wir nur ein kurzes Shirt und Chrissi sogar nur offene Schuhe dabei. Wir fahren mit kleinen Bötchen durch Disneys "Smal World", wo Figuren von verschiedenen Kontinenten - sehr zu Chrissis Freude - einen eingängigen Song trällern. Kleine Kinder lieben diese Attraktion bestimmt - genauso wie "Peter Pan", wo wir übrigens fast eine Stunde anstehen. Danach müssen wir uns in Gastons Schänke stärken, wir haben heute noch nicht gefrühstückt. Generell ist Magic Kingdom eher was für Kinder und echte Disney-Fans, die die Figuren und Geschichten mögen. Die Fahrgeschäfte sind eher unspektakulär, bis auf "Big Thunder Mountain" und "Space Mountain" - beides Achterbahnen, die zweite sogar komplett im Dunkeln.
Bereits während wir auf die erste Achterbahn warten, setzt leichter Nieselregen ein. Nachdem wir hierfür die "Faspass"-Option gewählt haben, mit der man an der Schlange vorbei direkt bie zum Zug kommt, ist es allerdings kein Problem. Wir hoffen, dass der Regen bald nachlässt. Aber weit gefehl, es regnet immer stärker. Wir machen uns auf den Weg zur berühmten Parade, um einen guten Platz zu ergattern. Vorher noch ein Käffchen bei Starbucks. Es regnet irgenwie immer stärker - und wir erfahren, dass es wetterbedingt nur eine kleine Parade geben wird. Die gibt es dann tatsächlich - bestehend aus genau 2 Autos. Das erste mit Mini und Mickey, das zweite mit dem Rest. Normalerweise dauert das Spektakel über eine Stunde - echt schade, dass wir das nicht zu sehen bekommen.
Wir trotzen dem Regen und arbeiten uns durch alle Attraktionen, aber langsam wird es in den nassen Klamotten auch kalt. Kurzerhand beauftragen wir unser gute Seelee Martin, zum geplanten Essen zwei Jacken für uns mitzubringen. Im Auto müssen wir bereits die Heizung voll einschalten, weil wir frieren. Das Licht am Auto hätte ich evtl. auch einschalten sollen. Aber da soll mal jemand drauf kommen, dass die Instrumente voll beleuchtet sind, während die Scheinwerfer gar nicht an sind. So fahren wir die halbe Nacht ohne Licht durch Orlando. Abendessen gibt es zusammen mit dem USA Siemens-Chef William und Martin im "Texas de Brasil", einem spitzen Steak-Restaurant, wo man zum entsprechenden Preis Essen kann bis man platzt. Ich schaffe gefühlt ungefähr 2 Kühe und ein Lamm bis wir gemütlich nach Hause rollen.
