Auch bei Tag betrachtet ist die Posada eher ein Paradies, als eine Pension (wörtl. Übersetzung). Nach der ganzen Actions haben wir geschlafen wie die Toten, und sie verwöhnt uns morgens mit lecker Saft (irgendwas mit Erdbeere) und warmen Arepas. Das sind eine Art Tortillas, wir bekommen die Weizen- und die Maisvariante - und es schmeckt toll!!
Obendrauf kommen Wurst und Käse, und sogar Honig gibts. So gestärkt versuchen wirs mal wieder mit Geldwechsel, aber wieder bekommen wir nur Geld geliehen - soll uns auch recht sein.
Merida liegt am Hang, unsere Posada am oberen Teil davon - also gehts mit uns erstmal bergab. Dabei stellt sich erstens heraus, dass alle Sehenswürdigkeiten in Laufweite sind (bzw der für uns relevante Teil von Merida klein ist), und zweitens gerne mal zu sind. So müssen wir den Besuch der Kathedrale auf den Nachmittag, den der weltberühmten Eisdiele mit 1200 Eissorten auf den nächsten Tag, und den Besuch der Seilbahn, die bis auf 5000m in die Anden geht sogar auf das nächste Leben verschieben.
Aber auch so ist Merida ein nettes Örtchen, und vor allem ein aktives. Wir lernen, dasds Montags offensichtlich Geld ausgezahlt wird, jedenfalls nach den langen Schlangen vor den Banken zu urteilen. Das Geld wird weiterhin offensichtlich gerne in Schuhe, Handyzubehör und Kleidung investiert, jedenfalls nach der Unmenge an entsprechenden Läden zu urteilen. Interessant ist dabei, dass sich die Preise dafür oft nicht zu weit von den unseren bewegen - wobei lt. Reiseführer 75% der Venezolaner unter der Armutsgrenze leben.
Nachmittags ziehen wir uns zur Siesta in unsere Posada zurück - HALLO Urlaub!! Den späteren Nachmittag verbringen wir mit Eis (Roman) und frischem Bananensaft (ich) auf der Plaza Simon Bolivar vor der Kathedrale und beobachten die Venezolaner. Laut Statistik die schönsten Menschen der Welt, und wir müssen das bestätigen. Hübsch, oder zumindest sehr gepflegt sind sie tatsächlich!
Abends gönnen wir uns die LonelyPlanet-Empfehlung: die größten Burger der Stadt. Und rollen auch wirklich grade noch so nach Hause... Wobei man sagen muss: die Dinger waren nicht nur groß, sie waren auch noch ausgezeichnet! Die neun Saucen (incl. der blauen) sind nicht nötig.
Den zweiten Tag verbringen wir ebenfalls entspannt. Es hätte zwar die Möglichkeit bestanden alle erdenklichen Funsportarten bis hin zu Paragliding zu betreiben, aber da uns ab morgen die 7 Tage Touren und Action erwarten genießen wir nochmal aktiv das ruhige Leben. Bennen tun wir damit im Zoo. Wirklich nett, uns so bekommen wir sogar den Andenkondor (RIIIESEN-Vieh!!!) aus nächster Nähe zu sehen.
Danach gehts noch kurz Wein und den Abend und Kekse für den nächsten Morgen shoppen, und dann ab nach Hause - Siesta. Nachmittags gibts dann einen ungewöhnlichen Snack: in Merida steht eine Eisdiele, mit die es ob ihrer vielen Eissorten ins GuinessBuch der Rekorde geschafft hat. Und weil man ja alles mal probiert haben will gibts je eine Kugel Zwiebel- und Fleischeis für Roman und Hamburger und Kalten Hund für mich (auch Eis, natürlich). Resume: Eis muss nach Eis schmecken, und dass heißt süß. Sonst isses BÄH!! Also haben wir die Geschmacksnerven noch mit einem "richtigen" Eis beruhigt.
Über einen Kaffee sind dann noch die fehlenden letzten Reisedetails entstanden, und jetzt freuen wir uns bei Wein auf auf 3 Tage Los Llanos.